Der Weg zum Supercomputer führt über einen elektronischen Antragsprozess
Das Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) betreibt für Forscher in der Schweiz eine Supercomputer-Infrastruktur für rechenintensive Visualisierungen und Simulationen. Um zum Beispiel den neuen Cray XT5 „Monte Rosa“ benutzen zu können, müssen Forscher einen Antrag stellen. Dieser und das anschliessende Genehmigungsverfahren werden neu als elektronischer Prozess auf einem Adobe LiveCycle ES basierten System von Absolute Development abgewickelt.
Einer der leistungsfähigsten Supercomputer Europas steht seit Sommer 2009 in Manno bei Lugano. Der Cray XT5 ist der neuste von mehreren Hochleistungsrechnern, die vom Swiss National Supercomputing Centre (Centro Svizzero del Calcolo Scientifico CSCS) betrieben werden. Diese Abteilung der ETH erbringt für die Forschung in der Schweiz
Dienstleistungen im Bereich Supercomputing. Genutzt werden die Superrechner z.B. um komplexe Klimamodelle zu berechnen, aber auch um Moleküle oder technische Nanostrukturen zu simulieren.
Cray XT5 "Monte Rosa" (mit Sandro Looser und Chris Höchtl, Absolute Development)
Anträge werden neu mit Adobe LiveCycle ES abgewickelt
Insgesamt stellt das CSCS für 2010 eine Rechenkapazität von rund 150 Mio. CPU-Stunden zur Verfügung. Um ihre wissenschaftlichen Berechnungen auf einem der Supercomputer durchführen zu können, müssen Forscher einen entsprechenden Antrag einreichen, der dann durch verschiedene Gremien auf unterschiedliche Kriterien geprüft und im Idealfall genehmigt wird. Neu wird dieses mehrstufige Antragsverfahren auf einem von Absolute Development entwickelten System durchgeführt, basierend auf der Prozess- und Dokumentenplattform Adobe LiveCycle ES.
Interaktives PDF-Formular für Forscher
Ende September 2009, nur gerade drei Monate nach der ersten Anfrage durch CSCS, wurde das System in Betrieb genommen und Forscher konnten auf der CSCS-Website das Antragsformular als PDF herunterladen. Dabei handelt es sich um ein interaktives PDF-Formular, das anhand des angemeldeten Benutzers automatisch mit dessen persönlichen Daten vorbefüllt wird.
Die Forscher können nun mit dem kostenlosen Adobe Reader das personalisierte Formular direkt am Bildschirm mit den Angaben zum Projekt ergänzen sowie die erforderlichen Projektunterlagen als Beilagen im PDF speichern. Das vollständig ausgefüllte PDF samt Anhang senden sie schliesslich an eine dafür vorgesehene E-Mail-Adresse. Dort nimmt das auf Adobe LiveCycle ES basierende System das E-Mail automatisch entgegen, prüft dessen Inhalt und startete im Fall eines gültigen Antragformulars den Genehmigungsprozess.
Nachvollziehbarer elektronischer Prozess
Der gesamte Ablauf vom Antrag über die Beurteilung und Genehmigung der eingereichten Projekte erfolgt neu im Rahmen eines genau definierten elektronischen Prozesses. Maria Grazia Giuffreda, Manager User Support bei CSCS: „Wichtig war für uns, dass der Antragsprozess standardisiert und auch bei einer grösseren Anzahl Anträge effizient und zuverlässig abgewickelt werden kann, dabei aber das System flexibel bleibt für Anpassungen. Ausserdem sollten Antragsteller wie Experten möglichst einfach am Prozess teilnehmen können.“ Diese Kernanforderungen konnten dank einer auf Adobe LiveCycle ES basierenden Lösung trotz des engen Zeitplans erfüllt werden.
Das Projektbüro von CSCS kann nun sämtliche Anträge in einem eigenen Web-Interface verfolgen und je nach Prozessschritt entsprechende Aufgaben erledigen, z.B. Anträge zur Beurteilung an Experten verteilen, eingegangene Beurteilungen ansehen und Anträge zur nächsten Stufe des Genehmigungsverfahrens zulassen oder ablehnen. Dabei werden alle Schritte vom System protokolliert und können bei Bedarf später nachvollzogen werden. Zwischen den von Benutzern ausgeführten Schritten erledigt das System vieles vollautomatisch - von Benachrichtigungen via E-Mail über das Auswerten eintreffender Beurteilungen bis hin zum Speichern von Belegdokumenten auf einem FTP-Server.
Plattform ausbaufähig
Ein weiteres Plus: sämtliche Benutzer, ob intern oder extern, können mit einem gängigen Webbrowser und dem kostenlosen Adobe Reader ohne weitere Software am Prozess teilnehmen. Dank der hohen Flexibilität von Adobe LiveCycle ES war es während der Entwicklung zudem möglich, Abläufe nochmals zu überdenken und im System anzupassen, ohne dass daraus erhebliche zeitliche Verzögerungen entstanden. Und schliesslich ist das System nicht auf diesen spezifischen Prozess beschränkt, sondern kann künftig auf andere Prozesse ausgeweitet werden, sei es für andere Antragstypen, sei es für interne administrative Abläufe.